» Spielvarianten bei MauMau - Dritter Teil

Eine im Hunsrück sehr bekannte und auch oft angewandte Variante tauscht nur die Werte der Karten aus. Eine Dame entspricht hierbei der 7 und ein Ass der 8.

Es gibt noch weitere Versionen in der Form von Strip-Poker, welche meist in dafür geeigneten Runden gespielt werden. Es darf sich der Spieler, welcher einen König ablegt, ein Kleidungsstück von einem anderen Mitspieler auswählen, welches dieser dann ausziehen muss. Bei anderen Werten kann auch bereits ausgezogene Kleidung von anderen Spielern wieder übergezogen werden.

Manchmal wird Mau-Mau auch zusätzlich mit Jokern gespielt, welche immer und jederzeit gespielt werden können. Der folgende Spieler hat dann vier Karten zu ziehen oder wirft eine 7 ab (oder Joker), der dann darauffolgende Spieler muss sich dann sechs bzw. acht Karten nehmen. Wenn ein Spieler die Karten vom Stapel gezogen hat, weil zuvor ein Joker gelegt wurde, so ist es nur möglich, mit einem Buben fortzufahren, um sich so eine Farbe zu wünschen.

Eher amüsant ist eine Variante, die sich „Damen-Nachpfeifen“ nennt. Wenn ein Spieler eine Dame spielt, haben alle männlichen Mitspieler der Dame hinterherzupfeifen. Tut man dies nicht, so muss sich der betreffende Spieler gleich drei Karten ziehen. Wurde jedoch ein König direkt zuvor gespielt, dann „richtet der König den Gecken hin“, was heißt, dass die Spieler, die pfeifen, verloren haben. Um auch der Damenwelt einen Spaß zu gönnen, gibt es die umgekehrte Variante, so dass bei den Buben gepfiffen wird usw. Die Regeln werden also nur im Sinne übertragen.

„Blitzen“ nennt sich eine weitere Abwandlung. Hierfür benötigt man mehrere Kartenspiele. Wenn ein Spieler mindestens eine mit der aktuellen Karte identische Spielkarte in der Hand hält, ist es ihm gestattet, diese sofort abzulegen, auch wenn er nicht gerade an der Reihe ist. Anschließend ist dann der Spieler nach dem „Blitzer“ am Zug. Bei besonders vielen Spielern ist diese Variante sehr interessant, wenn acht oder noch mehr Kartenspiele verwendet werden. Anfangs sieht dies für Zuschauer, die nicht eingeweiht sind, wie ein völlig konfuses Chaos aus und ist wirklich nur ganz schwer vom totalen Blödsinn zu unterscheiden.

Legt ein Spieler eine Dame ab, so hat der nächste Spieler vier Karten zu ziehen. Bei geringer Spieleranzahl wird diese Regel immer wieder gerne eingesetzt. Die Folge ist dieselbe wie bei den 7ern, dass im Falle von vier Damen der folgende dann 16 Karten vom Talon nehmen muss.

 

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