» Spielvarianten bei MauMau - Vierter Teil

Die Damenfrage: Wenn ein Spieler eine Dame spielt, so darf er den nächsten Spieler fragen: „Hast Du eine Dame?“ Falls der eine Dame hat, so muss er sie auch spielen und der fragende Spieler erhält eine Strafkarte. Sollte er keine Dame haben, tauschen beide Spieler ihre komplette Hand und der zweite Spieler ist am Zug.

Bei manchen Varianten kann man die Dame auf jede andere Karte legen.

Es gibt oft auch die Regel, dass der nächste Spieler vier Karten nehmen muss, wenn die Kreuz-Dame gelegt wird. Dies Attacke kann mit dem Kreuz-König abgewehrt werden.

Hin und wieder wird die 9 zum Umkehren der Spielrichtung verwendet und die 10 hingegen kann einige Funktionskarten auflösen, wie beispielsweise das Wünschen beim Buben, die 7 zum zwei Karten oder mehr nehmen, das Ass, um vier Karten zu ziehen usw., wobei die 10 hierbei auf jede beliebige Farbe gelegt werden kann. Man ruft dann: "Das löse ich auf“. Das Spiel setzt sich dann mit der jeweiligen Farbe der 10 fort. Die 10 gilt sonst auch als normale Spielkarte bzw. als normale 10. In der Regel lohnt sich diese Variante nur, wenn man mit 52 Karten spielt, denn sonst hätte fast jede Karte eine Funktion.

Eine andere Version wiederum ist die, dass sich die Spieler bei einem König an die Wange fassen müssen. Beim schnellen Spielen führt dies auch sehr schnell zum Sich-selbst-Ohrfeigen. Fasst sich ein Spieler gar nicht oder als Letzter von allen an die Wange, so muss er vom Talon zwei Karten ziehen. Uhren und Handschmuck sollten hier, aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr, vorher möglichst abgelegt werden!

Das Idioten-Mau ist eine Abwandlung, in dem alle Spieler mit nur einer Karte beginnen. Der Verlierer, auch Idiot genannt, einer Partie, wird bei der nächsten Spielrunde mit einer zusätzlichen Karte bestraft. So erhalten alle Spieler im Verlauf des Spiels immer mehr Karten, die sie ablegen müssen. Allerdings hat ein Spieler mit mehr Karten auch mehr Auswahl. Eine sehr interessante Version!

Man kann Mau-Mau auch als Trinkspiel gestalten. Man muss für jede Karte, die man vom Talon nehmen muss, einen Schluck trinken. Meistens werden noch zusätzliche Regeln eingeführt, damit man eine Karte ziehen muss, wie zum Beispiel das Verbot von Beleidigungen, Fragen oder Flüchen und Ähnlichem. In der Regel wird diese Variante stets mit alkoholischen Getränken gespielt.

Die Legeregeln des Nachfolgers können durch Asse umgekehrt werden. Die darauffolgende Karte muss den gewöhnlichen Ablegeregeln widersprechen, was auch bei der Trinkvariante zusätzliche Verwirrung stiftet. Auf ein Kreuz-Ass darf zum Beispiel keine Kreuz-Karte oder ein weiteres Ass gelegt werden. Es kann auch besprochen werden, dass Farbwechsel aber jederzeit gelegt werden dürfen. Bei dieser Variante kann die ursprüngliche Bedeutung des Asses in den Grundregeln beibehalten oder ersetzt werden.

 

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